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Vogel des Jahres 2018 bezieht Winterquartier

Das Reisefieber im Weltvogelpark Walsrode greift um sich! Nachdem bereits vor ein paar Wochen die Störche aufgebrochen sind, machen sich jetzt die Stare in großen Vogelgruppen auf den Weg in den Süden. Für viele von ihnen bedeutet „Süden“ dabei England. Im Gegensatz zu vielen Zugvögeln überwintern die meisten Stare nicht in Südeuropa oder Afrika, ihnen reicht das etwas mildere Atlantikklima der britischen Insel. Immer mehr Stare ersparen sich jedoch gleich die Reise und bleiben in Deutschland. Wie faszinierend und unerwartet farbenfroh die nächsten Verwandten des europäischen Stares sein können, beweist ein Besuch im Weltvogelpark Walsrode.

„Viele Besucher sind erst einmal überrascht, wenn sie bei uns zum Beispiel auf den farbenfrohen Königsglanzstar treffen oder den stark gefährdeten Balistar mit seinem schneeweißen Gefieder. Das ist erst einmal unerwartet und zeigt doch, wie wunderbar und vielfältig die Vogelwelt ist. Schließlich sind die Stare mit 120 verschiedenen Arten die artenreichste Familie unter den Singvögeln“, erklärt Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks. „Ebenso faszinierend ist auch das Schauspiel der bei uns und in vielen anderen ländlichen Gebieten freilebenden Stare, die sich in großen Vogelschwärmen auf den Weg in ihr Winterlager machen. Die sich ständig verändernden Wolken aus teilweise Zehntausenden von Vögeln sind jedes Mal ein spektakuläres Schauspiel.“

Murmuration nennen Ornithologen diese sich ständig bewegende Vogelschwärme, die zur Zeit vielfach zu beobachten sind. „Besonders eindrucksvoll ist dieses Schauspiel in Südengland, wo viele Stare überwintern“, weiß Ehrhardt. Im Weltvogelpark Walsrode ist es uns wichtig, dass wir immer wieder zeigen, wie artenreich die Vogelwelt ist und wie interessant auch und gerade vermeintliche Allerweltsvögel sind. Nicht umsonst ist der Star Vogel des Jahres 2018. Wer die verschiedenen Vögel aus nächster Nähe erlebt, lernt auch immer wie schützenswert diese Spezies ist und richtet sein Verhalten danach aus. Wir leisten damit also einen aktiven Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein, der Groß und Klein viel Spaß bringt“, so Ehrhardt abschließend.