Geschichte

Vom privaten Hobby zum größten Vogelpark der Welt

Was ursprünglich als privates Hobby des Walsroder Kaufmanns Fritz Geschke mit der Zucht von Fasanen und Wassergeflügel begann, entwickelte sich unter Federführung seiner Tochter Uschi und ihrem Mann Wolf Brehm ab 1962 schon früh zu einem weltweit bekannten Anziehungspunkt für Natur- und Tierliebhaber sowie zu einer international hochangesehenen Instanz für Aufzucht- und Schutzprojekte.

Highlights der 60er bis 80er Jahre

Bereits in den ersten sechs Jahren verdoppelte sich die Parkfläche. Nach und nach erweiterte das Ehepaar Brehm die Parklandschaft um immer mehr – teilweise weltweit richtungsweisende – Anlagen. So entstand Ende der 60er Jahre als erste große Investition das Tropenhaus mit der begehbaren Paradieshalle, das internationale Beachtung fand. Hier konnten Besucher erstmals direkt durch den Lebensraum tropischer Vögel wandern und die fliegenden Kostbarkeiten ohne trennende Gitter beobachten. Weltweit einzigartig war auch die einige Jahre später entstandene Freiflughalle.

Ab 1974 wurden innerhalb kurzer Zeit das Papageienhaus und die Sittichanlage, das Lori-Atrium, die Rosenhöhe mit dem Rosencafé und die nach historischem Vorbild entstandene Bockwindmühle erbaut. In den 80er Jahren folgten die Anlagen für Pinguine, Greifvögel und Kasuare.

90er Jahre bis heute

Nach dreijähriger Bauzeit wurde Anfang der 90er Jahre die Kranichanlage für ihre neuen Bewohner freigegeben: eine aus zwei Flugvolieren und einem großen Naturgehege bestehende Landschaft auf 2200 qm. 1999 weihte der damalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder die bisher größte Einzelinvestition des Weltvogelpark unter großer öffentlicher Anteilnahme ein: die Regenwaldhalle.

Auch das neue Jahrtausend brachte den Besuchern zahlreiche Innovationen. Angefangen von der Freilichtbühne für die täglichen Flugshows über die Vogelbabystation bis zum Wasserspielplatz für die kleinen Gäste entwickelte der Weltvogelpark seine Angebote stetig weiter.

2009 kommt das belgische Unternehmen Floralux als Betreiber in den Park. Das Anfangsmotto lautet „Die Stärken des Parks wieder stärken“ und durch die Umbenennung in WELTVOGELPARK Walsrode in Zusammenhang mit einem neuen Logo und einem besonderen Fingerspitzengefühl für die Seele des Parks wird getreu dem Motto der Park zu alter Stärke zurück geführt.

So wie der Weltvogelpark aus Freude an der vielseitigen Vogelwelt entstanden ist, möchte er auch zur Freude seiner Besucher der Ort bleiben, an dem man in fast vergessener Harmonie die Schönheit der Natur und seiner Geschöpfe genießen kann.