Vogelnachwuchs im Weltvogelpark
Im Weltvogelpark schlüpfen jedes Jahr viele süße Vogelbabies. Diese werden von Ihren tierischen Eltern und unseren Tierpflegern gefüttert und behütet. Hier können Sie unseren Nachwuchs in der Saison 2011 noch einmal bestaunen.
Hinter den Kulissen des Weltvogelpark Walsrode sind junge Schwarzkopfsteinhühner (Alectoris melanocephala) geschlüpft. In freier Wildbahn kommen diese Vögel auf der Arabischen Halbinsel von Hedschas südwärts bis Aden und Hadramaut, ostwärts bis Süd- und Nordoman einschließlich Muskats vor. Sie leben vor allem in vegetationsbestandenen Bergen, Hochplateaus und Wadis. Schwarzkopf-Steinhühner ernähren sich überwiegend von Gräsern, Getreide, Kräutern und Insekten. Europaweit können Besucher Schwarzkopfsteinhühner nur im Weltvogelpark Walsrode vor den Kulissen sehen.
Auch diese vier jungen Hellroten Aras (Ara macao), die Ende Juli geschlüpft sind, wachsen momentan in der gläsernen Vogelbabystation unter der Fürsorge ihrer Pfleger heran. Die noch namenlosen Papageien sollen später ihre ausgewachsenen Artgenossen bei der beliebten Flugshow unterstützen und die Besucher mit ihrem farbenprächtigen Gefieder, welches schon jetzt im Ansatz erkennbar ist, begeistern.
Erneut ist ein kleiner süßer Weißbürzellori (Pseudeos fuscata) im Weltvogelpark Walsrode geschlüpft. Er ist noch ganz klein, aber man erkennt bereits erste Farben des Gefieders. Der junge Weißbürzellori lebt nun in der erweiterten Vogelbabystation im Park. Weißbürzelloris kommen in Indonesien und Papua-Neuguinea vor und ernähren sich von Beeren, Früchte, Pollen und vor allem Nektar.
Sie sind ein besonderer Blickfang während der Vogelbabyfütterung – zwei junge Blauflügel-Kookaburras (Dacelo leachii) wachsen in der erweiterten Vogelbabystation im Park auf. Der Blauflügel-Kookaburra gehört zur Familie der Eisvögel. Sie kommen im Nordwesten Australiens und in Süd-Neuguinea vor. Der Blauflügel-Kookaburra ist verwandt mit dem Lachenden Hans (Dacelo novaeguineae) und dementsprechend hört sich sein Ruf auch wie ein Lachen an. Sein Ruf klingt allerdings anders, ist aber nicht weniger imposant. Blauflügel-Kookaburras sind Fleischfresser und ernähren sich daher hauptsächlich von kleinen Säugetieren, Insekten und Reptilien.
Um diesen Nachwuchs zu sehen, müssen unsere Besucher genau hinsehen. In der Paradieshalle sind zwei kleine Sonnenrallen (Eurypyga helias) flügge geworden. Die Sonnenralle ist ein Bewohner des dunklen Urwaldes, und lebt hier wahrscheinlich als Einzelgänger entlang von Bächen und kleinen Flüssen. Heute ist der Weltvogelpark Walsrode bekannt für seine außerordentlichen Zuchterfolge mit dieser hübschen und seltenen Art.
Noch haben diese Jungtiere ein grau-schwarzes Gefieder und versetzen unsere Besucher ins Staunen, wenn sie erfahren zu welcher Vogelart die Jungtiere gehören. In der erweiterten Vogelbabystation im Park sind zurzeit junge Rote Sichler (Eudocimus ruber) zu Hause. Im Laufe der Zeit wird der Nachwuchs noch seine Gefiederfarbe wechseln. Rote Sichler ernähren sich hauptsächlich von kleinen Krebstieren. Durch die Nahrungsaufnahme nehmen die Jungtiere einen scharlachrot leuchtenden Farbton an.
Hinter den Kulissen des Weltvogelpark Walsrode sind zwei Senegalkiebitze (Vanellus senegallus) geschlüpft. Die beiden Schützlinge halten unsere Tierpfleger ganz schön auf Trab. Im Gegensatz zu anderen afrikanischen Kiebitzen sind Senegalkiebitze geselliger und bauen ihre Nester recht nah beieinander. Diese Kiebitzart wird in Zoos eher selten gehalten.
Unverkennbar durch den aufwärtsgebogenen Schnabel sind die drei Säbelschnäblerküken (Recurvirostra avosetta) hinter den Kulissen des Weltvogelpark. In freier Wildbahn kommen Säbelschnäbler außer in Eurasien auch in Afrika vor und sind in Nordamerika und Australien durch sehr ähnliche Formen vertreten. Mit dem aufwärtsgebogenen Schnabel können Säbelschnäbler Insekten und kleine Krebstierchen aus Wasser und Schlamm herausfangen.
Noch hat dieses Jungtier erst eine kleine “Mähne” auf dem Kopf. In der Vogelbabystation im Park leben zurzeit mehrere junge Mähnenibisse (Lophotibis c. cristata). In freier Wildbahn kommen die Mähnenibisse nur auf Madagaskar vor. Sie leben paarweise und sind somit keine Kolonievögel. Die Nahrung suchen die Mähnenibisse in Paaren oder in kleinen Gruppen schreitend und indem sie ihren Schnabel sehr tief in den Waldboden stochern.
Im Außengehege neben der Pinguinanlage haben unsere Schwarzhalsschwäne (Cygnus melanocorypha) erneut Nachwuchs bekommen. Die süßen Jungtiere kuscheln sich gerne aneinander oder nehmen ab und zu ein kleines Bad. Schwarzer Hals zu weißem Gefieder und der rote Schnabel mit dem fleischigen Höcker kennzeichnen den südamerikanischen Schwarzhalsschwan, dessen regelmäßige Zucht im Weltvogelpark Walsrode sehr erfreulich ist.
Am Kranichsee sind zwei süße Schwarzhalskranichküken (Grus nigricollis) geschlüpft. Ihre tierischen Eltern haben somit doppelte Freude, aber auch doppelte Arbeit beim Versorgen ihres Nachwuchs. In freier Wildbahn sind Schwarzhalskraniche extrem selten und scheu. Sie leben auf den Hochebenen Tibets und Chinas. 1990 gelang dem Weltvogelpark Walsrode zum ersten Mal in einem Zoo außerhalb Chinas ein voller Zuchterfolg.
Gleich in den ersten Volieren nach dem Eingang müssen unsere Besucher etwas genauer hinsehen. Ein kleiner Humefasan (Burmafasan) (Syrmaticus humiae) spielt vergnügt auf dem Boden seiner Voliere und hält seine tierischen Eltern ganz schön auf Trab. In der Natur kommt diese Fasanenart in den Bergen zwischen Birma, Thailand und China vor.
Mehrere junge Waldrappen (Geronticus eremita) sind frisch geschlüpft und halten unsere Tierpfleger in der erweiterten Vogelbabystation auf Trab. In der freien Wildbahn lebt der Waldrapp nur noch in kleinsten Populationen in Marokko und Syrien, die nicht einmal 150 Individuen betragen. Bis etwa 1650 n. Chr. war er in Europa noch anzutreffen. Sein Lebensraum reichte bis in die Alpenregionen von Salzburg und der Schweiz, wo er in Felsnischen brütete.
In der Uhu-Burg können unsere Besucher junge Steinkäuze (Athene noctua) beim Heranwachsen beobachten. Sie sitzen auch tagsüber auf den Ästen oder spielen am Boden. In der Natur lebt der Steinkauz sowohl im offenen Gelände als auch in Ortschaften. Während der Jungenaufzucht kann man ihn auch tagsüber auf der Jagd nach Käfern, Heuschrecken und Regenwürmern beobachten.
Von ganz nah können unsere Besucher diesen süßen Brillenkauz (Pulsatrix perspicillata) bestaunen. Er wächst in der Vogelbabystation heran und Besuche vor der Fensterscheibe machen ihm nichts aus. In freier Wildbahn bewohnt der Brillenkauz tropische Regenwälder. In sechs Unterarten kommt er von Mexiko bis Argentinien vor. Auf seinem Speiseplan stehen Nager, Frösche, Insekten, Reptilien und Vögel. Sogar Krabben werden in Mangrovenwäldern erbeutet und verzehrt.
Diese beiden süßen jungen Weißbürzelloris (Pseudeos fuscata) wachsen in der Vogelbabystation auf. Bei der täglichen Vogelbabyfütterung können unsere Besucher die beiden Loris mit etwas Glück bestaunen. In freier Wildbahn leben Weißbürzelloris in Indonesien und Papua-Neuguinea. Sie ernähren sich hauptsächlich von Beeren, Früchten, Pollen und Nektar.
In der Vogelbabystation im Park halten zurzeit viele Jungtiere unsere Tierpfleger auf Trab. So auch gleich drei junge Glattnackenibisse (Geronticus calvus), welche viel Fürsorge brauchen und großen Hunger haben. In freier Wildbahn leben Glattnackenibisse in den Bergregionen Südafrikas. Der Bestand ist bereits recht reduziert.
Eine kleine Fruchttaube ist das erste Mal aus ihrem Nest ausgeflogen. In der Paradieshalle können unsere Besucher den Rosenkopffruchttauben-Nachwuchs (Ptilinopus porphyreus) beobachten. Diese Fruchttaubenart kommt in freier Wildbahn nur auf den Inseln Sumatra, Java und Bali vor. Ihren Namen verdankt die Rosenkopffruchttaube ihrem leuchtend purpurrosa Gefieder am Hals, Nacken und Brust.
In der ersten Voliere rechts neben den Weißstörchen (Ciconia ciconia) können unsere Besucher beim genauen Hinschauen zwei kleine süße Temmincktragopane (Tragopan temminckii) bewundern. Sie weichen ihren Eltern kaum von der Seite und genießen jeden Sonnenstrahl. Feuchte, kalte Bergwälder bis in 4.600 Meter Höhe in Ostasien, deren Bäume dicht von Moosen und Flechten überzogen sind, bilden den Lebensraum dieser prächtigen Hühnervögel in freier Wildbahn.
Sie sind klein, haben ein weißes Gefieder und einen gelben Schnabel. Bald werden Sie wie unsere Stars “Socke” und “Boots” aus der Flugshow aussehen. In der Vogelbabystation wachsen zwei junge Afrikanische Sekretäre (Sagittarius serpentarius) auf und werden von ihren menschlichen Eltern fürsorglich umgarnt. Ihren Namen verdanken Afrikanische Sekretäre den langen Haubenfedern, die am Hinterkopf herausragen wie ein Federkiel hinter dem Ohr eines Bürobeamten aus dem 19. Jahrhundert.
Während der Vogelbabyfütterung können unsere Besucher diese beiden Inkaseeschwalbenküken (Larosterna inca) bestaunen. Auf unsere Tierpfleger in der Jungtieraufzucht warten somit gleich zwei “hungrige Schnäbel”. In freier Wildbahn sind Inkaseeschwalben an den Küsten Perus und Chiles beheimatet. Erwachsene Vögel sind vor allem durch ihren stark rotgefärbten Schnabel und ihre rotgefärbten Füße zu erkennen.
Blaue Pfauen (Pavo cristatus) können unsere Besucher mit etwas Glück auf ihrem Spaziergang durch den Park auf den Wegen treffen. Die süßen Jungtiere bleiben immer ganz in der Nähe ihrer Eltern. Die mit den typischen “Pfauenaugen” besetzte goldgrüne Schleppe, mit der der Hahn in der Balz sein Rad schlägt, besteht nicht aus dem Schwanz, sondern aus verlängerten Unterrückenfedern, wie man leicht feststellen kann, wenn man einen radschlagenden Pfau auch einmal von hinten betrachtet.
Die Schwanenganseltern (Anser cygnoides) haben zurzeit viel zu tun. Ihr Nachwuchs hält sie den ganzen Tag auf Trab. Unsere Besucher können die Jungtiere im Freigehege neben den Weißstörchen (Ciconia ciconia) bestaunen. Die wilde Schwanengans ist die Urform zur bereits vor ca. 3.000 Jahren in China domestizierten Höckergans. Die Schwanengänse brüten im östlichen Sibirien und überwintern in Südchina.
Gleich drei süße Schwarzhalsschwanküken (Cygnus melanocorypha) tümmeln sich mit Ihren tierischen Eltern im Wasser am Kranichsee. Die aus Südamerika stammenden Schwarzhalsschwäne bewohnen in freier Natur vor allem seichte Seen, Süßwassersümpfe und Brackwasserlagunen, aber auch Meeresbuchten. Schwarzhalsschwäne sind sehr gesellige Vögel, so dass mehrere tausend Schwäne eine Gruppe bilden können.
Ein süßes Weißstorch-Küken (Ciconia ciconia) ist geschlüpft. Besucher können den Nachwuchs ganz nah bestaunen, da sich die Nester direkt am Gehegerand befinden. Auch die anderen Weißstorchenpaare sind dort zurzeit fleißig am Brüten. Noch sind der Schnabel und die Beine des frisch geschlüpften Nachwuchs schwarz gefärbt. Erst mit der Zeit nehmen diese den orange-rot-farbenen Ton wie bei den Eltern an.
Ein ganz frisch geschlüpfter und noch sehr kleiner Milchuhu (Bubo lacteus) wohnt zurzeit in der Vogelbaby- und Aufzuchtstation. Während der Vogelbabyfütterung können Besucher den süßen Nachwuchs bestaunen. Milchuhus zählen unter den tropischen Arten zu den größten Eulen überhaupt. Bemerkenswert an Milchuhus sind ihre völlig dunkel gefärbten Augen, die zusammen mit den nur schwach ausgebildeten Federohren an einen Kauz erinnern.
Im Gegensatz zu anderen frisch geschlüpften und eher grau gefiederten Vogelbabys haben diese beiden Südlichen Karakaras (Caracara plancus) beim Schlüpfen bereits ein schönes farbenreiches Gefieder. Die beiden fühlen sich wie viele andere Jungtiere auch in der Vogelbaby- und Aufzuchtstation sehr wohl.
Zwei süße Humboldt-Pinguin-Babys (Spheniscus humboldti) sind in den letzten Tagen geschlüpft. Nun sind sie in der Vogelbaby- und Aufzuchtstation zu Hause und werden von unseren Tierpflegern behütet. Humboldtpinguine leben an den Küsten Perus und Chiles. In der Natur ist der nahrungsreiche Humboldtstrom durch Überfischung und Bejagung stark bedroht. Pinguine können unter Wasser zwischen 30 und 40 km/h erreichen. Ihre mit Schwimmhäuten versehenen Füße dienen als Steuer.
Als Comicfigur zu großer Popularität gebracht hat es der kalifornische Rennkuckuck (Geococcyx californianus). In der Vogelbaby- und Aufzuchtstation im Weltvogelpark können Besucher zur Zeit einen kleinen jungen Rennkuckuck bestaunen. Rennkuckucke sind wohl besser bekannt unter ihrem englischen Namen “Roadrunner”. Mit geradezu unglaublicher Geschwindigkeit legen sie auch größere Strecken zu Fuß zurück. Ihre Heimat sind die Wüsten und Halbwüsten der südlichen USA und Mexikos, wo sie sich überwiegend von Großinsekten, Eidechsen und Schlangen ernähren. In Anpassung an ihren trockenen Lebensraum ist ihr Flüssigkeitsbedarf äußerst gering.
Auch bei den Keas (Nestor notabilis) gibt es Nachwuchs. In der Vogelbaby- und Aufzuchtstation können unsere Besucher mit etwas Glück den kleinen Nachwuchs sehen. Keas sind in der Regel sehr verspielt und brauchen sehr viel Beschäftigung. In freier Natur bewohnt diese Vogelart die kargen Hochgebirge Neuseelands oberhalb des Baumwuchses und nistet in Felsenhöhlen.
Dieses junge Riesenseeadler-Küken (Haliaeetus pelagicus) ist hinter den Kulissen des Weltvogelpark geschlüpft. Bis der Nachwuchs aber wirklich riesengroß ist, vergeht noch einige Zeit. Der Riesenseeadler ist der Gigant unter den Seeadlern, dessen auffälligstes Merkmal ein außerordentlich hoher und kräftiger Schnabel ist. Er bewohnt die Küsten Ostsibiriens und des nordchinesischen Meeres, wo er hauptsächlich von gestrandeten Säugern und Großfischen lebt. Sein besonders geformter Schnabel ist offenbar für das Zerlegen derartiger Beute ausgezeichnet geeignet. Daneben fängt er aber auch Fische, bevorzugt Lachse und Wassergeflügel jeglicher Art.
In der erweiterten Baby- und Aufzuchtstation können unsere Besucher zur Zeit vier frisch geschlüpfte Zwergrohrdommeln (Ixobrychus m. minutus) bei der Vogelbabyfütterung beobachten. Das Besondere an Zwergrohrdommeln ist ihre Tarnung. Sie können sich beispielsweise zwischen Ästen fast bis zur Unkenntlichkeit tarnen und verbleiben stundenlang unbeweglich. Diese Vögel ernähren sich zum Großteil von Wasserinsekten, aber auch von Kleinfischen.
Hinter den Kulissen in der Jungtieraufzucht des Weltvogelparks ist ein kleiner junger Goldsittich (Guaruba guarouba) geschlüpft und wird von unseren Tierpflegern behutsam aufgezogen. Ausgewachsene Goldsittiche haben ein sehr kraftvolles gelbes Gefieder, dessen Leuchtkraft kaum mit Worten zu beschreiben ist.
Hinter den Kulissen des Weltvogelparks ist süßer Nachwuchs geschlüpft. Zwei junge Nacktgesichthokkos (Crax fasciolata) halten Ihre Tierpfleger ganz schön auf Trab. In freier Natur leben Nacktgesichthokkos in weiten Teilen Nordostbrasiliens. Erst wenn die Jungtiere ausgewachsen sind, bekommen sie ein schönes schwarzes Gefieder wie ihre Eltern.





































