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Nachwuchs im Weltvogelpark 2010

Auf dieser Seite können Sie unseren Nachwuchs im Jahr 2010 bestaunen. Einige der Jungtiere können unsere Besucher direkt im Park bestaunen. Die anderen Jungtiere werden hinter den Kulissen aufgezogen.

In der Tropenwaldhalle gibt es wieder Nachwuchs. Eine kleine Fächertaube (Goura victoria beccarii) sitzt im warmen Nest, ab und zu schaut ihr kleiner “Fächer” auf dem Kopf über den Nestrand. Die fächerförmige Haube hat weiße Spitzen und die graublaue Brust ist rosa überhaucht, was ihr eine besondere Eleganz verleiht. Die Fächertaube zählt zu den Krontauben von Neuguinea. Krontauben leben ausschließlich am Erdboden und suchen nur zum Ruhen und Brüten höhere Bäume auf.

Hinter den Kulissen des Weltvogelparks ist ein Weißohrturako-Jungtier (Tauraco leucotis) geschlüpft. Weißohrturakos leben in Ostafrika und sind eher in trockenen Gegenden verbreitet. Wald oder dichtes Buschland darf aber nicht fehlen, damit die Turakos als Nahrung genügend Früchte und frische Blätter finden.

Noch ist das Jungtier ganz klein und bekommt erst später eine solch prachtvolle Frisur wie seine Eltern. Hinter den Kulissen des Weltvogelpark ist ein Kaguküken (Rhynochetos jubatus) geschlüpft. Dies ist etwas ganz Besonderes, da Experten dem Kagu noch vor wenigen Jahren in freier Wildbahn kaum noch eine Chance gaben, denn sein Bestand war durch wildernde Hunde und Katzen ernsthaft bedroht. In freier Wildbahn lebt der eigentümliche Kagu nur auf Neukaledonien. Er ist der größte überlebende flugunfähige Vogel in der pazifischen Inselwelt.

Die Zucht in Neukaledonien läuft erfolgreich und so wurde von den dortigen Biologen und Behörden beschlossen, wenige international renommierte zoologische Institutionen in das Zuchtprogramm einzubinden. Der Weltvogelpark Walsrode gehörte ebenfalls dazu, so dass der Park 1997 zwei Kagu-Paare erhielt. Es sind bereits viele Kaguküken geschlüpft, darunter nun auch der Jüngste von allen.

Besonders prachtvolles Gefieder zeichnet die Gattung der Schillertangaren aus. Zu ihnen gehören die Blaukopftangaren (Tangara cyanicollis), die in einem kleinen Gebiet an den östlichen Andenhängen in Kolumbien anzutreffen sind. Im Weltvogelpark sind bereits vier Jungtiere in der Paradieshalle ausgeflogen. Diese bleiben aber nicht lange allein, denn weiterer Nachwuchs ist bereits geschlüpft, der sein warmes Nest aber noch nicht verlassen möchte.

Sehr erfreut ist der Weltvogelpark über diesen Nachwuchs. In der Fasanerie ist das Opalracken-Päarchen (Coracias cyanogaster) nicht mehr alleine, sondern zu fünft. In ihrer Voliere sind drei Jungtiere das erste Mal ausgeflogen und für unsere Besucher gut zu sehen. Die Jungtiere unterscheiden sich von Ihren Eltern nur durch ihre Größe. Aufgrund ihrer kontrastierten zarten, sandfarbenen Gefiederfärbung mit einem kräftigen Blau werden sie auch Blaubauchracken genannt.

Elfenblauvögel (Irena puella), in der Natur in den Urwäldern Südasiens weit verbreitet, fliegen im Weltvogelpark Walsrode flink durch die Tropenwaldhalle. Dabei sind die Männchen mit ihrem leuchtend blauen Rückengefieder und dem samtschwarzen Bauchgefieder besonders auffällig, die Weibchen hingegen sind einheitlich grünblau gefärbt. Die Zucht ist in menschlicher Obhut ein seltenes Ereignis – umso größer war die Freude, als Mitte August zwei Jungtiere in einem Nest im Freiflug entdeckt wurden. Inzwischen sind beide Jungtiere herangewachsen und ausgeflogen, werden von den Elterntieren aber weiterhin vorbildlich verteidigt und versorgt.

Anlass zur Freude – drei kleine, flauschig-graue Flamingoküken staksen zwischen den Alttieren unserer Kuba- und Chile-Flamingo-Gruppe im Wiesental umher.
Seit Anfang August begeistern sie unsere Tierpfleger und Besucher gleichermaßen. Gar nicht mehr schüchtern erkunden sie inzwischen die ganze Anlage und sind auch auf den großen Wasserflächen unterwegs. Haben sie Hunger, geht es zurück zu den Eltern, wo sie – Schnabel an Schnabel – mit einem dünnflüssigen, roten Nahrungssaft gefüttert werden. Dieser enthält reichlich Blutkörperchen und Vitamine, so dass die kleinen Küken gut versorgt sind und schnell wachsen können.

Die kleinsten aller Echten Pfeifgänse ziehen ihren noch ganz jungen Nachwuchs in der Tropenwaldhalle des Weltvogelparks auf. Die Java-Pfeifgans-Familie (Dendrocygna javanica) geht ab und zu schwimmen und ist dort mit etwas Glück von unseren Besuchern zu sehen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Reis, Samen und Gräsern. In freier Wildbahn werden sie daher in vielen Gegenden mit Reisanbau als Schädling angesehen und sind deshalb stark bejagt.

Immer ein schelmisches Lächeln auf den “Lippen” haben diese beiden Gelbschulteramazonen-Jungtiere (Amazona barbadensis). Zur Zeit befinden sich die beiden in der Babystation direkt im Park. In den nächsten Tagen werden sie dann in einer der Volieren im Park ihr neues Zuhause finden. Gelbschulteramazonen sind heutzutage auf der Insel Aruba fast verschwunden. An der Küste Venezuelas trifft man sie aber noch häufiger an.

So kuschelig ist es eben nur zu Hause. Die jungen Blauaugen-Ibisse (Threskiornis bernieri) fühlen sich in ihrem warmen Nest in der Uhu-Burg wohl behütet. Da diese Ibis-Art akut vom Aussterben bedroht ist, kümmert sich der Weltvogelpark im Rahmen des Projektes Voronosy um den Aufbau einer stabilen Population in Menschenobhut.

In der Uhu-Burg gibt es weiteren Nachwuchs. Das braun gefiederte Jungtier der Dickschnabel-Reiher-Familie (Ardeola idae) ähnelt seinen Eltern noch so gar nicht. Jedoch wird auch der Nachwuchs im Laufe der Zeit das weiße Gefieder annehmen. Die Zucht dieses seltenen Stelzvogels gelang im Weltvogelpark im Jahre 2006 das erste Mal. In ihrer Heimat sind Dickschnabel-Reiher vom Aussterben bedroht. Daher bemüht sich der Weltvogelpark um den Aufbau einer stabilen Population in Menschenobhut.

Eine gemütliche Runde auf dem See schwimmen mit der ganzen Familie findet auch der Kapenten-Nachwuchs (Anas capensis) schön. Die Jungtiere werden hinter den Kulissen des Weltvogelparks von ihren tierischen Eltern aufgezogen. Kapenten leben in Afrika und stammen aus der Gattung der eigentlichen Schwimmenten.

In der Fasanerie ist wieder ein kleines Jungtier direkt im Park zu bestaunen. Die Weißhaubenturako-Eltern (Tauraco leucolophus) sind sehr stolz auf Ihren Nachwuchs und lassen diesen nicht mehr aus den Augen. Diese Turako-Art gehört zur Gattung der Helmturakos. Das Gefieder des Jungtiers wird sich noch farbenfroh wandeln und es wird genau wie seine Eltern eine weiße “Haube” auf dem Kopf tragen.

Bei einigen Fruchttauben-Arten herrscht im Park zur Zeit ausgelassenes Familienglück. In der Gruppe der Fruchttauben gibt es eine Vielzahl von ausgesprochen bunt gefärbten Arten. Die Rotkappen-Fruchttauben (Ptilinopus p. pulchellus) haben ein süßes Jungtier zur Welt gebracht. Diese Fruchttauben-Art wird nur sehr selten in Zoos gehalten.

Auch bei den Prachtfruchttauben (Ptilinopus s. superbus) ist Nachwuchs geschlüpft. Genau wie die Rotkappen-Fruchttauben können unsere Besucher auch diese Jungtiere direkt im Park in der Paradieshalle sehen. Prachtfruchttauben leben in freier Natur nur in Päarchen zusammen, aber im Weltvogelpark ist es geglückt, diese Taubenart in kleineren Gruppen zu halten.

Hinter den Kulissen sind auch zwei Madagaskar-Blautauben-Jungtiere (Alectroenas madagascariensis) geschlüpft. Auffällig bei dieser Fruchttauben-Art ist die überwiegende blaue Färbung, wobei der kräftig rot gefärbte Schwanz sich deutlich vom Rest des Gefieders absetzt.

Dieses kleine helle Wollknäuel ist ein Malaienkauz-Jungtier (Strix leptogrammica). Es wird liebevoll hinter den Kulissen des Weltvogelparks aufgezogen. In freier Natur ist der Malaienkauz von Indien bis Taiwan beheimatet. Erwachsene Vögel bestechen vor allem durch ihre herzförmige Gesichtszeichnung und ihr quergestreiftes Brustgefieder.

Hinter den Kulissen des Weltvogelpark ist wieder süßer Nachwuchs geschlüpft. Auch ein Rotfußseriema-Jungtier (Cariama cristata) möchte gefüttert und bemuttert werden. In freier Wildbahn leben Rotfußseriemas in Argentinien und Brasilien. Sie bewohnen vor allem offene, savannenartige Landschaften, in denen sie zu Fuß Jagd auf Reptilien, kleine Säugetiere und größere Insekten machen, aber auch pflanzliche Kost nicht gänzlich verschmähen.

Dieser Nachwuchs ist etwas ganz Besonderes. Die Südlichen Karakaras (Caracara plancus) wurden dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt im Weltvogelpark nachgezüchtet. Dabei wurde auf die Naturbrut vertraut. Der Nachwuchs unterscheidet sich von den ausgewachsenen Tieren vor allem durch seine Schnabelfarbe, die erst später einen kräftigeren Farbton annimmt.

Neuen süßen Nachwuchs können unsere Besucher seit ein paar Tagen am Kranichsee bewundern. Das Schwarzhalskranichküken (Grus nigricollis) hat ein bräunliches Gefieder und blickt ab und zu über das hohe Gras hinweg. In freier Wildbahn ist diese Kranichart extrem selten und sehr scheu.

Im Park sind schon seit einiger Zeit Kormoranküken (Phalacrocorax) in ihren Nester zu sehen. Auch im Nachbarnest gibt es nun Nachwuchs, der jedoch noch zu klein ist. Mit etwas Glück und genauem Hinschauen, ragt ab und zu ein kleiner Schnabel aus dem Nest.

Ein Paradieskranichküken (Anthropoides paradisea) hüpft seit ein paar Tagen im hohen Gras herum. Paradieskraniche sind eine schöne und immer seltener werdende Art aus Südafrika. Während der Nachwuchs ein bräunliches Gefieder hat, ist ein ausgewachsener Paradieskranich blaugrau gefärbt. Seine schwarze, bis auf den Boden reichende Schleppe wird nicht vom Schwanz gebildet, sondern von den verlängerten Handschwingen.

Am Kranichsee gibt es wieder neuen Nachwuchs. Die letzten Tage ist ein Klunkerkranichküken (Bugeranus carunculatus) aus seinem Ei geschlüpft. Noch trägt es ein flauschiges bräunliches Federkleid. Wenn es ausgewachsen ist, dann erhält das Jungtier wie seine Eltern ein rotes Gesicht und die weiß befiederten Klunker an den Backen.

Am Kranichsee ist ein kleines Schneekranichküken (Grus leucogeranus) die letzten Tage geschlüpft. Der Weltvogelpark freut sich sehr über den Nachwuchs, da Schneekraniche zu den stark gefährdeten Tierarten gehören. Unsere Besucher müssen genau hinschauen, da sich das kleine Jungtier gerne im hohen Gras oder hinter seinen Eltern versteckt.

Zwei kleine süße Keas (Nestor notabilis) halten die Mitarbeiter des Weltvogelparks hinter den Kulissen mächtig auf Trab. Keas sind sehr verspielt und brauchen ständig Beschäftigung. Das Gefieder des jungen Nachwuchs verwandelt sich später in ein olivgrünes Federkleid.

Hinter den Kulissen haben die beliebten Rennkuckucke (Geococcyx californianus) Nachwuchs bekommen. Diese Vogelart ist das Vorbild für den „Road Runner“ aus einer beliebten Comicverfilmung. Sein Widersacher, der Kojote, versucht ihn schon seit Jahren vergeblich zu fangen. Aber die Rennkuckucke können etwa 25 km/h schnell laufen.

Bei den Schwarznacken-Stelzenläufern (Himantopus himantopus mexicanus) in der Paradieshalle hat sich seit längerem Nachwuchs angekündigt. Ende Mai sind nun 4 Junge geschlüpft. Diese Vogelart gehört zu der Familie der Säbelschnäbler (Recurvirostridae). Sie haben extrem lange, rote Beine und ein schwarz-weißes Gefieder. Das Jungtier hingegen ist gelb-schwarz und seine Beine weisen einen grauen Ton auf.

Viele Besucher können es kaum glauben. Diese kleinen Jungtiere sind Emus (Dromaius novaehollandiae) und sind direkt im Park zu bestaunen. Ihre Eltern erreichen eine stattliche Größe von bis zu 1,90 Meter. Emus sind Laufvögel und gehören zu den flugunfähigen Vogelarten. Sie können bis zu 50 km/h schnell laufen.

Der Mandschurenkranich (Grus japonensis) gehört zu den am stärksten bedrohten Kranicharten. Diese Vogelart stammt aus Ostasien und ihr Lebensraum sind Feuchtgebiete. Dieser Lebensraum wird immer stärker in Agrarflächen umgewandelt. Der Weltvogelpark freut sich daher sehr über den bräunlichen flauschigen Nachwuchs.

Im Storchenrevier können unsere Besucher Weißstorchküken (Ciconia ciconia) bestaunen. Sie haben bereits an Größe gewonnen und mittlerweile sieht man ihr schwarz-weißes Gefieder. Ihr kleiner Schnabel und die Beine sind ganz schwarz. Diese nehmen erst später den orange-rot-farbenen Ton seiner Eltern an.

Unsere Rosaflamingos (Phoenicopterus ruber roseus), die vor ein paar Wochen in den Weltvogelpark eingezogen sind, haben nun endlich den erhofften Nachwuchs bekommen. Die Jungtiere sind noch farblos mit grau-weißen flauschigen Daunen. Ihre kräftige Gefiederfärbung erhalten sie erst später. Die Flamingoküken werden hinter den Kulissen aufgezogen.

Die Magellangans (Chloephaga picta) gehört zur Familie der Entenvögel. Die Jungtiere haben ein flauschig weiss-hellbraunes Gefieder, welches sich mit dem Alter in einen dunkleren Ton verwandelt. Während die Weibchen ein braunes Gefieder haben, wird das Gefieder der Männchen weiß. Die Küken lassen sich direkt neben den Keas auf der Grünfläche finden.

Auch ein kleiner Milchuhu (Bubo lacteus) wird hinter den Kulissen aufgezogen. Diese Art kommt aus Afrika südlich der Sahara. Die Jungen weisen ein dickes plüschartiges Gefieder auf. Direkt nach der Geburt haben die Milchuhus große Augen, die sie aber noch nicht öffnen können.