Gefiederte Stars warten auf Ihren Besuch
Bei 650 Arten fällt es schwer, Ihnen ein paar Lieblinge vorzustellen – jeder von ihnen ist einfach einzigartig und sehenswert! Wenn Sie dennoch ein paar Tipps für Ihren Rundgang möchten, sollten Sie die Welterstzuchten besuchen. Über 25 Mal gelang es bislang weltweit erstmals, eine gefährdete Art außerhalb ihres natürlichen Lebensraums nachzuzüchten und damit zu ihrem Erhalt beizutragen.
Besonders erfolgreich ist das Team des Weltvogelparks beim in der Natur stark bedrohten Andenkondor (Vultur gryphus), bei dem seit 1988 regelmäßig Zuchterfolge zu feiern sind – in zoologischen Einrichtungen wirklich kein Normalfall. Die Kondorgeschwister Lucie, Macho und Carlos sind übrigens auch in der Flugshow zu bewundern.
Eine große Fangemeinde hat auch unser Schuhschnabel-Paar (Balaeniceps rex). „Abu Markub“ – “Vater des Schuhs” – wird diese Storchenart auf Arabisch wegen ihres gewaltigen, schuhförmigen Schnabels genannt. Die beiden eindrucksvollen Exemplare leben seit 2001 in einer offenen Anlage mit großem Wasserbecken und lebensraumgerechter Vegetation, die an ihre Heimat im tropischen Afrika erinnert.
Einen Besuch wert ist auf jeden Fall der Rothalskasuar (Casuarius unappendiculatus rufotinctus). Imposante Farben an Kopf und Hals und auch wegen seiner Größe und kräftigen Beine und Füße ein beeindruckendes Tier. Imposant und äußerst gefährlich ist aber auch seine dolchartige „Todeskralle“, mit der die bis zu 60 Kilogramm schweren Laufvögel Revier, Eier und Jungtiere aktiv verteidigen. Hier heißt es nicht nur für die Pfleger, auf die eigene Gesundheit aufzupassen, auch das Männchen muss vor dem körperlich überlegenen Weibchen außerhalb der Paarungszeit auf der Hut sein. Gewalt dient aber nur der Verteidigung, ansonsten sind Kasuare hauptsächlich Obstfresser. Ziehen Sie selbst den Größenvergleich – im Weltvogelpark können Sie Männchen und Weibchen direkt nebeneinander in angrenzenden Gehegen beobachten!
Am imposanten Schnabel und den auffälligen Kopffarben erkennt man den Helmhornvogel (Aceros cassidix). Aber nicht nur ihr Äußeres, sondern auch ihr Verhalten ist interessant: Nach der Paarung „zementieren“ die Männchen ihre Weibchen in einem hohlen Baumstamm ein, wo sie vor Feinden geschützt die Eier ausbrüten und die Jungtiere großziehen. Das Männchen füttert seine Familie in dieser Zeit durch einen schmalen, länglichen Spalt, daher auch die Form des Schnabels. Verschiedene Arten sind in der Fasanerie und in der Tropenwaldhalle zu sehen.






