Aktueller Nachwuchs im Weltvogelpark Walsrode
Der Sommer ist in vollem Gange und pünktlich zur schönsten Zeit des Jahres sind viele Jungtiere im Weltvogelpark geschlüpft. Mit großer Sorgfalt werden in unserer Jungtieraufzucht momentan viele kleine Vogelkinder von unseren Tierpflegern aufgezogen. Auch in den Freigehegen sind schon zahlreiche Jungvögel mit ihren Eltern zu beobachten.
Sehr erfreut ist der Weltvogelpark über diesen Nachwuchs. In der Fasanerie ist das Opalracken-Päarchen (Coracias cyanogaster) nicht mehr alleine, sondern zu fünft. In ihrer Voliere sind drei Jungtiere das erste Mal ausgeflogen und für unsere Besucher gut zu sehen. Die Jungtiere unterscheiden sich von Ihren Eltern nur durch ihre Größe. Aufgrund ihrer kontrastierten zarten, sandfarbenen Gefiederfärbung mit einem kräftigen Blau werden sie auch Blaubauchracken genannt.
Elfenblauvögel (Irena puella), in der Natur in den Urwäldern Südasiens weit verbreitet, fliegen im Weltvogelpark Walsrode flink durch die Tropenwaldhalle. Dabei sind die Männchen mit ihrem leuchtend blauen Rückengefieder und dem samtschwarzen Bauchgefieder besonders auffällig, die Weibchen hingegen sind einheitlich grünblau gefärbt. Die Zucht ist in menschlicher Obhut ein seltenes Ereignis – umso größer war die Freude, als Mitte August zwei Jungtiere in einem Nest im Freiflug entdeckt wurden. Inzwischen sind beide Jungtiere herangewachsen und ausgeflogen, werden von den Elterntieren aber weiterhin vorbildlich verteidigt und versorgt.
Anlass zur Freude – drei kleine, flauschig-graue Flamingo-Küken staksen zwischen den Alttieren unserer Kuba- und Chile-Flamingo-Gruppe im Wiesental umher.
Seit Anfang August begeistern sie unsere Tierpfleger und Besucher gleichermaßen. Gar nicht mehr schüchtern erkunden sie inzwischen die ganze Anlage und sind auch auf den großen Wasserflächen unterwegs. Haben sie Hunger, geht es zurück zu den Eltern, wo sie – Schnabel an Schnabel – mit einem dünnflüssigen, roten Nahrungssaft gefüttert werden. Dieser enthält reichlich Blutkörperchen und Vitamine, so dass die kleinen Küken gut versorgt sind und schnell wachsen können.
Die kleinsten aller Echten Pfeifgänse ziehen ihren noch ganz jungen Nachwuchs in der Tropenwaldhalle des Weltvogelparks auf. Die Java-Pfeifgans-Familie (Dendrocygna javanica) geht ab und zu schwimmen und ist dort mit etwas Glück von unseren Besuchern zu sehen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Reis, Samen und Gräsern. In freier Wildbahn werden sie daher in vielen Gegenden mit Reisanbau als Schädling angesehen und sind deshalb stark bejagt.
Immer ein schelmisches Lächeln auf den “Lippen” haben diese beiden Gelbschulteramazonen-Jungtiere (Amazona barbadensis). Zur Zeit befinden sich die beiden in der Babystation direkt im Park. In den nächsten Tagen werden sie dann in einer der Volieren im Park ihr neues Zuhause finden. Gelbschulteramazonen sind heutzutage auf der Insel Aruba fast verschwunden. An der Küste Venezuelas trifft man sie aber noch häufiger an.
Eine gemütliche Runde auf dem See schwimmen mit der ganzen Familie findet auch der Kapenten-Nachwuchs (Anas capensis) schön. Die Jungtiere werden hinter den Kulissen des Weltvogelparks von ihren tierischen Eltern aufgezogen. Kapenten leben in Afrika und stammen aus der Gattung der eigentlichen Schwimmenten.
In der Uhu-Burg gibt es weiteren Nachwuchs. Das braun gefiederte Jungtier der Dickschnabel-Reiher-Familie (Ardeola idae) ähnelt seinen Eltern noch so gar nicht. Jedoch wird auch der Nachwuchs im Laufe der Zeit das weiße Gefieder annehmen. Die Zucht dieses seltenen Stelzvogels gelang im Weltvogelpark im Jahre 2006 das erste Mal. In ihrer Heimat sind Dickschnabel-Reiher vom Aussterben bedroht. Daher bemüht sich der Weltvogelpark um den Aufbau einer stabilen Population in Menschenobhut.
So kuschelig ist es eben nur zu Hause. Die jungen Blauaugen-Ibisse (Threskiornis bernieri) fühlen sich in ihrem warmen Nest in der Uhu-Burg wohl behütet. Da diese Ibis-Art akut vom Aussterben bedroht ist, kümmert sich der Weltvogelpark im Rahmen des Projektes Voronosy um den Aufbau einer stabilen Population in Menschenobhut.
Weiteren Nachwuchs aus diesem Jahr finden Sie unter Die Vögel.












